Praxis für Prävention und integrative Therapie
nach Marianne Frostig
Günter Sander - Ergotherapie & Lerntherapie


Lerntherapie

bei Rechenschwäche

Nach der WHO wird die Rechenschwäche den "umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten" zugeordnet. Die WHO definiert:

"Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten. Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist.. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fähigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie und Differenzial- und Integralrechnungen benötigt werden.

Häufigkeit

Die Zahlen zur Häufigkeit von Rechenschwäche schwanken. Dies liegt an der unterschiedlichen Verwendung der Begriffe.

Je nach der Begriffsdefinition werden 3 bis 7% der Grundschüler als extrem rechenschwach diagnostiziert. Bei ca. 15% der Kinder geht man von einer förderungsbedürftigen Rechenstörung aus. 24% der Kinder mit einer Rechenschwäche haben auch eine Lese-Rechtschreibschwäche.

Zusätzliche Auffälligkeiten

  • 26 - 42% der Kinder zeigen zusätzlich Symptome eines Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndroms (ADHS).
  • Anpassungsstörungen ängstlicher und/oder depressiver Art
  • Psychosomatische Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Schulleistungsanforderung.

Es gibt bisher keine größeren Studien zu komorbiden Erkrankungen von Kindern mit einer Rechenschwäche.

Ursachen der Rechenschwäche

Eine Rechenschwäche bedingt sich in der Regel durch verschiedene Einflussfaktoren. Ein einfaches Entstehungsmodell gibt es daher nicht. Die verschiedenen Ursachen lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Organisch-neurologische Ursachen
    Diese beruhen in der Regel auf Hirnleistungsschwächen.
  • Psychisch, emotionale und soziale Gründe
    Hierbei wird die Rechenschwäche durch das Umfeld des Kindes ausgelöst.
  • Didaktische Gründe
    Hier liegt die Ursache in der Vermittlung von mathematischen Inhalten.

Unsere Arbeitsweise

Erster Schritt - Beratungsgespräch
In diesem, für Sie kostenlosen, Beratungsgespräch wollen wir mit Ihnen abklären, welche Vorgehensweise für Ihr Kind die geeignetste ist. Dabei stehen 3 Förderansätze zur Diskussion.

  • Ergotherapie beim Vorliegen einer Störung der Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Speicherung auf auditiver und visueller Ebene
  • Dyskalkulietherapie bei einer diagnostizierten Rechenschwäche
  • Nachhilfe bei einer vorübergehenden Störung oder eines Einbruchs des schulischen Leistungsverhaltens, oft verbunden mit einer längeren Krankheit oder einer außerordentlichen Belastung des Kindes mit damit verbundenen Wissenslücken.

Zweiter Schritt - Anamnese- und Explorationsgespräch
Inhalt dieses Schritts ist es, im Gespräch mit Ihnen folgende Punkte abzuklären:

  • Wo sehen Sie die aktuellen Schwierigkeiten?
  • Wo liegt das allgemeine Leistungsniveau des Kindes?
  • Gibt es weitere Leistungsdefizite (z.B. Lese-Rechtschreibschwäche)?
  • Über welche Ressourcen verfügt Ihr Kind?
  • Wie sieht die Hausaufgabensituation aus?
  • u.a.m.

Dritter Schritt - Basisdiagnostik
Mit standardisierten Testverfahren wird der aktuelle Leistungsstand und die Ressourcen des Kindes erfasst. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die individuelle Förderung:

  • Rechentest mit Fehler- und Denkanalyse
  • allgemeiner Entwicklungs- und Intelligenztest
  • bei Bedarf: Lese-Rechtschreibtest

Beim Vorliegen aktueller Testberichte werden diese nur ergänzt.

Vierter Schritt - Vertiefende Diagnostik
In diesem Schritt wird abgeklärt, ob Funktionsbeeinträchtigungen, welche mit ursächlich für die Rechenschwäche sind, vorliegen. Hier wird vor allem Folgendes untersucht:

  • visuell-räumliche Wahrnehmungs- und/oder Konstruktionsstörungen
  • Merkfähigkeitsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • emotionale Störungen
  • Lernstörungen

Fünfter Schritt - ausführliches Befundgespräch

  • Darstellung und Interpretation der Testergebnisse
  • Absprache der weiteren Vorgehensweise
  • Störungsspezifische Beratung in Bezug auf familiäre und schulische Situation

Sechster Schritt - Unser Therapieansatz
Unser therapeutisches Angebot beinhaltet ein breit gefächertes, individuelles Vorgehen.

Therapieansätze

Förderung der spezifischen Vorläuferfähigkeiten
Aufbau einer mathematischen Kompetenz
Automation von Rechenoperationen
  • Zahlen Mengen messen
  • Zahlenland
  • Pertra-Methode
  • AFS-Methode
  • AFS-Methode
  • Münchner Rechentraining
  • AFS-Methode

Auf Grund der Befunde wird jetzt eine individuelle Vorgehensweise für das Kind zusammengestellt.

Unsere Angebote und Preise

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